Altersvorsorge

Was passiert, wenn Du die Rate nicht mehr zahlen kannst?

von Bastian Hörbelt ·

In den meisten Vorsorgeberatungen wird eine Frage gestellt: Wie viel kannst Du im Monat sparen? Aus der Antwort wird eine Rate, aus der Rate ein Vertrag, aus dem Vertrag eine Hochrechnung mit einer beeindruckenden Zahl am Ende.

Zwei andere Fragen werden fast nie gestellt. Erstens: Was passiert, wenn Du diese Rate irgendwann nicht mehr zahlen kannst? Und zweitens: Was genau kommt am Ende monatlich bei Dir an?

Die große Zahl auf der Hochrechnung beantwortet keine der beiden. Sie beschreibt einen Betrag zu einem Stichtag - nicht, ob Du bis dahin durchhältst, und nicht, wie Du davon dreißig Jahre lebst.

Die Ansparphase: nach oben geht immer, nach unten wird gerechnet

Ich arbeite überwiegend mit Menschen zwischen Mitte zwanzig und Mitte dreißig. In dieser Phase ändert sich ständig alles: Gehalt, Stadt, Job, Beziehung, Pläne. Jemand wird selbstständig, jemand geht in Elternzeit, jemand nimmt drei Monate Auszeit. Und trotzdem werden genau in diesen Jahren Entscheidungen getroffen, die dreißig Jahre laufen sollen.

Fast jedes Konzept, das ich zu sehen bekomme, ist auf eine einzige Richtung gebaut: Die Sparrate steigt. Dynamik drin, Erhöhungsoption drin, Hochrechnung nach oben. Nur: Erhöhen kann man in fast jedem Produkt, jederzeit, ohne Nachteil. Senken ist die andere Geschichte - reduzierte Leistung, Beitragsfreistellung mit laufenden Kosten, Rückzahlung von Förderung, im schlechtesten Fall ein Storno, der einen erheblichen Teil des Eingezahlten kosten kann.

Daraus folgt für mich eine Konstruktionsregel, keine Gefälligkeit: Ich empfehle nie die maximal mögliche Sparrate, sondern die, die auch in fünf Jahren noch trägt. Wenn ich unsicher bin, ob eine Rate dauerhaft passt, sage ich das, und wir fangen kleiner an. Aufstocken können wir später immer.

Ein Vertrag, der nach acht Jahren gerissen wird, ist für beide Seiten ein schlechtes Geschäft. Für Dich, weil Du Geld verlierst. Für mich auch, denn ich lebe davon, dass Du als glücklicher Kunde bei mir bleibst.

Die Konstruktion Deines Konzepts entscheidet über den Erfolg

Der zweite Grund, warum die Rate überschätzt wird: Sie ist selten der größte Hebel. Über lange Laufzeiten entscheidet die Konstruktion mehr als der Betrag.

Wie viel das ausmacht, habe ich an einem echten Fall durchgerechnet: Bei identischer Sparrate von 300 Euro über 38 Jahre lagen zwischen zwei Konstruktionen rund 220.000 Euro - allein durch Garantie, Fondsauswahl und Kostenstruktur. Nicht durch mehr Sparen. Nicht durch Disziplin.

Der größte einzelne Posten ist dabei fast immer derselbe: kapitalabhängige Kosten, also die jährliche Gebühr auf Dein gesamtes angespartes Kapital. Der Unterschied zwischen einem Tarif mit 0,35 Prozent und einem mit über einem Prozent summiert sich über 35 Jahre schnell in einen sechsstelligen Bereich. Das ist daher ein Hauptkriterium bei der Produktauswahl.

Und dann die Frage, die darüber entscheidet: Wie wird die Sparrate verteilt?

Meine Zielgruppe muss viel für die Altersvorsorge zurücklegen, und je früher Du startest, desto besser. Es braucht also eine ordentliche Sparrate - wie hoch sie sein muss, rechnen wir in der Beratung gemeinsam aus. Damit ist aber erst die halbe Arbeit getan. Die andere Hälfte ist die Verteilung.

Und da gehört eine Sache offen auf den Tisch: Am meisten verdiene ich, wenn möglichst viel Deiner Sparrate in einen langfristig ausgerichteten Altersvorsorgevertrag fließt. Das ist die Mathematik meines Berufs, und ich sehe keinen Grund, sie zu verschweigen.

Warum gehe ich trotzdem anders heran?

Weil diese langfristigen Bausteine genau das sind: langfristig ausgerichtet. Sie sind wichtig, sie gehören in jedes Konzept - aber sie reagieren schlecht, wenn sich etwas ändert. Und wenn sich Dein Leben morgen dreht und Du Dir die Rate nicht mehr leisten kannst, brauchst Du einen Baustein, der genau darauf reagieren kann.

Wie ich das konkret aufteile, welcher Baustein wofür zuständig ist und warum sich die Zurückhaltung für mich am Ende trotzdem rechnet - das steht weiter unten, ab „Warum die Zuordnung nicht so ist, wie man denkt".

Die Auszahlphase: ein fester Sockel und ein flexibler Topf

Jetzt die zweite Dimension, die in Beratungen meist ganz fehlt. Denn irgendwann hört das Sparen auf und das Ausgeben fängt an - und im Ruhestand brauchst Du zwei sehr verschiedene Dinge gleichzeitig.

Den festen Teil: monatlich, lebenslang, möglichst inflationsfest

Deine Grundkosten fallen jeden Monat an, solange Du lebst. Miete oder Instandhaltung, Strom, Versicherungen, Lebensmittel. Niemand weiß, wie lange das sein wird - und genau deshalb braucht dieser Teil eine Zahlung, die nicht ausgehen kann. Nicht bis 85, nicht bis das Kapital aufgebraucht ist, sondern bis zum Schluss. Und sie sollte mitwachsen können, denn dreißig Jahre Ruhestand sind dreißig Jahre Inflation.

Diesen Sockel bauen mehrere Bausteine gemeinsam: die gesetzliche Rente, gegebenenfalls eine Basisrente (Rürup), in Teilen das Altersvorsorgedepot, und bei manchen eine vermietete Immobilie, deren Miete wie eine Rente wirkt.

Den flexiblen Teil: anpassbar, mit Zugriff auf größere Beträge

Daneben brauchst Du einen Topf, der sich anders verhält. Aus dem Du mal mehr und mal weniger entnimmst, je nachdem wie das Jahr läuft. Und aus dem auch größere Beträge auf einmal möglich sind: ein neues Dach, eine längere Reise, ein Auto, Unterstützung für die Kinder.

Das leisten die private Rentenversicherung und das freie Depot. Beide erlauben Teilentnahmen, beide lassen sich in der Höhe steuern.

Ein Konzept, das nur eines von beidem liefert, hat eine Lücke. Wer alles verrentet, steht bei der ersten größeren Ausgabe ohne Puffer da. Wer nichts verrentet, trägt das Risiko allein, dass er länger lebt als sein Kapital reicht - und muss deshalb entweder sparsamer leben als nötig oder hoffen.

Warum die Zuordnung nicht so ist, wie man denkt

Der Punkt, den ich am häufigsten erklären muss: Ein Baustein kann sich beim Ansparen völlig anders verhalten als beim Auszahlen. Beides muss man getrennt anschauen.

Beim Ansparen ist die entscheidende Frage: Was bindet dieser Baustein - Deinen Beitrag oder Dein Kapital? Beim Auszahlen: Liefert er einen festen Sockel oder flexible Verfügung?

Die Police - bindet den Beitrag, zahlt flexibel aus

Eine fondsgebundene Rentenversicherung ist bei mir der Anker der Ansparphase. Nicht wegen der Steuer und nicht wegen der Vergütung, sondern weil sie dafür sorgt, dass Altersvorsorge tatsächlich passiert. Was schwer rauszuholen ist, bleibt drin.

In der Auszahlung dreht sich das um: Dort gehört sie zum flexiblen Teil. Du entscheidest dann, ob Du verrentest, Kapital entnimmst oder mischst. Auch vorher kommst Du im Notfall an das Geld heran, und Du kannst es verpfänden, etwa als Tilgungsträger bei einer Immobilie.

Über sehr lange Laufzeiten liegt die Police gegenüber dem freien Depot in den meisten Fällen vorn - der Steuervorteil während der Ansparphase überkompensiert die höheren laufenden Kosten. Das ist eine Tendenz, keine Regel: Bei kurzer Laufzeit, teurem Tarif oder hohem Liquiditätsbedarf kippt es. Deshalb wird gerechnet.

Die Basisrente - bindet alles, zahlt fest aus

Rürup ist das Gegenstück: maximaler Steuervorteil in der Ansparphase, dafür keinerlei Verfügbarkeit. Kein Kapitalwahlrecht, keine Verpfändung, nur lebenslange Rente. Genau deshalb ist sie ein sauberer Sockel-Baustein - und genau deshalb ist sie bei mir nicht der Standard, sondern eine bewusste Entscheidung. Für Selbstständige mit hoher Steuerlast kann sie sehr sinnvoll sein. Für jemanden mit 24, dessen Leben sich noch dreimal dreht, ist der Lock-in ein hoher Preis.

Die geförderte Schiene - bindet das Kapital, zahlt teils fest aus

Ab 2027 kommt das Altersvorsorgedepot und löst Riester ab. Es ist deutlich besser als das, was es ersetzt: keine Garantiepflicht, höhere Förderung, flexiblere Auszahlung, und Selbstständige sind erstmals voll dabei. Riester hat in meiner Beratung nie eine Rolle gespielt. Diese Schiene wird zum ersten Mal interessant.

Sie bindet anders als die Police: Das Kapital ist bis 65 gebunden, vorzeitiger Zugriff kostet die Förderung zurück. Der Beitrag dagegen ist weich - pausieren oder reduzieren ist unschädlich. In der Auszahlung liefert sie einen Teil Deines Sockels, entweder als lebenslange Rente oder als Auszahlplan, dazu bis zu 30 Prozent auf einen Schlag zu Beginn.

Meine Faustregel: Die ersten 30 Euro im Monat nimmt fast jeder mit. Auf diese Stufe gibt der Staat 50 Cent je Euro dazu, das ist ein klarer Selbstläufer. Alles darüber wird nur noch mit 25 Prozent gefördert, und dann entscheidet nicht mehr der Spartrieb, sondern Dein erwarteter Steuersatz im Alter. Bei hoher Rentenbesteuerung kippt der Vorteil ins Minus. Das ist Rechnerei, keine Pauschale.

Das freie Depot - bindet nichts, zahlt maximal flexibel aus

Ein selbstverwaltetes ETF-Depot ist bei mir kein Nebenprodukt, sondern fester Bestandteil jedes Konzepts. Niedrigste Kosten, volle Kontrolle, jederzeit kürzbar, jederzeit verfügbar. Es ist die einzige Schiene mit wirklich uneingeschränkter Flexibilität - in beiden Phasen.

An diesem Baustein verdiene ich nichts. Er ist trotzdem in jedem Konzept, und zwar nicht aus Großzügigkeit, sondern aus Statik. Er ist der Teil, den Du reduzieren kannst, ohne dass es Dich etwas kostet.

Der Fehler, den ich am häufigsten sehe

Und damit zu dem Punkt, an dem die meisten Selbstentscheider scheitern.

Jemand sagt mir: „Ich sorge lieber selbst vor, mit meinem Depot. Da bin ich flexibel und zahle keine Versicherungskosten." Das ist erstmal ein vernünftiges Argument, und ich nehme es ernst - die Kostenrechnung stimmt ja.

Nur passiert dann regelmäßig Folgendes: Der Urlaub wird gebucht, das Auto muss ersetzt werden, die Küche ist zwanzig Jahre alt. Und weil das Geld ja da ist und man ja jederzeit drankommt, wird entnommen. Nicht leichtfertig, sondern mit guten Gründen, jedes Mal.

Das ist dann keine Altersvorsorge mehr. Das ist ein Sparkonto mit besserer Rendite - was völlig in Ordnung ist, solange man es auch so nennt. Der Fehler liegt nicht im Depot. Der Fehler liegt darin, dass jemand denselben Topf in zwei Rollen rechnet: einmal als Rücklage für das, was kommt, und einmal als Altersvorsorge. Beides kann dasselbe Geld nicht sein.

Ich sage das deutlich, weil es ein Selbstbetrug ist, den man nur selbst auflösen kann. Wer sein Depot wirklich als Altersvorsorge nutzen will, muss den dafür gedachten Anteil so behandeln, als käme er vor 62 nicht dran - und daneben eine echte Rücklage für die Dinge haben, die das Leben stellt. Manche schaffen das. Die meisten, die es sich vornehmen, schaffen es nicht.

Genau deshalb ist ein Baustein mit eingebautem Sparzwang für die meisten kein Nachteil, sondern das, was die Vorsorge überhaupt erst stattfinden lässt. Im Alter mit leeren Händen dazustehen ist nicht die seltene Ausnahme, sondern die Mehrheitserfahrung.

Die Regel, auf die es hinausläuft

Aus den Bindungsarten ergibt sich eine Reihenfolge, und die ist der eigentliche Kern meiner Arbeitsweise. Wenn es finanziell eng wird, reduzierst Du in dieser Folge:

  1. Zuerst das freie Depot. Sparplan runter oder aussetzen. Kostet nichts, geht sofort, jederzeit umkehrbar.
  2. Dann den Beitrag zur geförderten Schiene. Pausieren ist unschädlich, solange Du nichts entnimmst. Die Förderung, die Du schon hast, bleibt.
  3. Die Police läuft durch. Sie ist der Anker, und sie wird genau deshalb bewusst nicht so groß gebaut, dass sie als erstes wackelt.

Diese Reihenfolge ist auch der Grund, warum ich beim Start eher vorsichtig aufteile als aggressiv. Eine feste Quote gibt es dafür nicht - sie hängt daran, was in Deinen nächsten Jahren realistisch ansteht. Wer weiß, dass eine Selbstständigkeit, eine Familiengründung oder ein Immobilienkauf im Raum steht, braucht mehr Beweglichkeit als jemand mit stabiler Anstellung und klarem Plan. Deshalb ist die erste Frage nicht, wie viel Du sparen kannst, sondern was in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf Dich zukommt.

Der gebundene Anteil wächst dann über die Jahre mit - wenn das Einkommen es hergibt und sich zeigt, dass die Rate trägt. Der Weg führt nach oben, aber er beginnt auf einem Niveau, das auch ein schlechtes Jahr aushält.

Und warum sich das für mich rechnet

Damit zurück zu der Offenlegung von weiter oben: Ich verdiene am meisten, wenn möglichst viel Deiner Rate in den langfristigen Baustein fließt. Wenn ich stattdessen vorsichtig ansetze, verzichte ich heute auf Geld. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Entscheidung darüber, wann ich verdienen will.

Der häufigste Vorwurf an diese Branche lautet: einmal verkaufen, Provision kassieren, danach passiert nichts mehr. Mein Geschäftsmodell ist das Gegenteil. Ich verdiene daran, dass Du bleibst - dass wir das Konzept über zwanzig, dreißig Jahre gemeinsam weiterentwickeln, dass Du aufstockst, wenn das Gehalt steigt, dass Du mich weiterempfiehlst, weil es funktioniert hat.

Ein Vertrag, den Du in fünf Jahren kündigen musst, zahlt sich für mich nicht aus. Einer, der dreißig Jahre läuft und über die Zeit mitwächst, schon. Deshalb kann ich heute entspannt auf einen Teil verzichten - ich weiß, dass er später kommt. Vorsicht bei der Rate ist damit nicht Großzügigkeit, sondern schlicht das bessere Geschäft für uns beide.

Es gibt keine Aufteilung, die für alle stimmt

Was ich hier beschreibe, ist eine Architektur, keine Schablone. Sie kippt, und zwar entlang der Förderung.

Bei einer Familie mit zwei Kindern ist der Zulagenhebel so groß, dass die geförderte Schiene vom Beimisch-Topf zum Hauptbaustein wird. Bei einem kinderlosen Gutverdiener ist es umgekehrt: Dort dominieren Police und freies Depot, und die geförderte Schiene bleibt eine gezielte Beimischung auf der stark geförderten Stufe. Wer jung anfängt, hat wieder eine andere Rechnung. Und wer im Alter eine gute gesetzliche Rente plus Betriebsrente erwartet, hat seinen Sockel schon weitgehend stehen - dann verschiebt sich das Gewicht Richtung Flexibilität.

Deshalb ist die Aufteilung bei mir ein Rechenschritt und keine Empfehlung von der Stange. Ich frage entlang Deiner Pläne ab, welcher Teil Deiner Rate wirklich langfristig gebunden sein darf und welcher Teil erreichbar bleiben muss. Daraus wird das Verhältnis. Und es wird angepasst, wenn sich Dein Leben ändert.

Was Du davon mitnehmen kannst

Auch ohne Beratung sind das die Fragen, die ich an Deiner Stelle an jedes Vorsorgekonzept stellen würde:

  • Was passiert, wenn ich die Rate halbieren muss? Wenn darauf niemand eine klare Antwort hat, ist das Konzept nur für den guten Fall gebaut.
  • Wie viel kommt am Ende monatlich an, und wie lange? Ein Kapitalbetrag zum Stichtag ist keine Antwort auf diese Frage.
  • Welcher Teil meines Geldes ist wie lange gebunden - der Beitrag oder das Kapital? Das sind zwei verschiedene Dinge mit sehr verschiedenen Folgen.
  • Wenn ich mit 70 ein neues Dach brauche - woher kommt das Geld? Ein Konzept ohne Antwort darauf ist zu starr gebaut.
  • Was kostet mich das Kapital pro Jahr? Nicht der Beitrag, das Kapital. Diese Zahl muss in den Unterlagen stehen.
  • Ist eine Garantie drin, und brauche ich sie? Bei 20 und mehr Jahren Restlaufzeit ist eine Beitragsgarantie in den meisten Fällen ein Renditeloch. Sie sichert Nominalwerte, nicht Kaufkraft.

Nichts davon beweist, dass ich gut berate. Es gibt Dir nur konkrete Anhaltspunkte, um mich zu überprüfen. Ausführlicher steht das auf der Seite Wie ich arbeite.

Häufige Fragen

Was die meisten zuerst wissen wollen.

Reicht ein ETF-Depot als Altersvorsorge?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Langfristig haben Policen durch Steuer- und Renditevorteile oft die Nase vorn - das gilt es aber individuell zu berechnen.

Wenn Dein ETF-Depot ein Teil Deiner Altersvorsorge ist, bleibt auf jeden Fall entscheidend, dass Du vorher auch wirklich nicht rangehst. Genau daran scheitert es in der Praxis am häufigsten.

Warum brauche ich im Alter einen festen und einen flexiblen Teil?

Weil Grundkosten monatlich anfallen, solange Du lebst, und niemand weiß, wie lange das ist. Größere Ausgaben kommen dagegen unregelmäßig. Zwei verschiedene Bedürfnisse, zwei verschiedene Werkzeuge.

Was reduziere ich zuerst, wenn es eng wird?

Freies Depot, dann der Beitrag zur geförderten Schiene, die Police nie.

Sei Dir aber im Klaren, dass langfristiges Reduzieren keine Lösung ist, sondern Dein Problem im Alter verschlimmert. Kurzfristig hilft es. Mittelfristig brauchst Du dann eine neue Lösung - und darüber sollten wir sprechen, bevor aus der Pause ein Dauerzustand wird.

Gibt es eine feste Aufteilung, die für alle passt?

Nein. Die Architektur kippt mit der Förderung und mit dem Sockel, den Du ohnehin schon hast. Deshalb wird gerechnet statt geschätzt.


Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einordnung und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Das wertpapierbasierte Depot ist ein Investmentprodukt; eine konkrete Anlageempfehlung dazu gehört nicht zu meiner Erlaubnis als Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO. Ich gebe Orientierung zur Struktur und vermittle Versicherungslösungen, für die Depoteröffnung verweise ich an die passenden Spezialisten. Immobilien berücksichtige ich im Konzept; für Beratung und Vermittlung arbeite ich mit spezialisierten Partnern zusammen. Angaben zum Altersvorsorgedepot nach dem beschlossenen Gesetzesstand; zertifizierte Produkte werden zum Start am 01.01.2027 erwartet. Stand: September 2026.

Bastian Hörbelt

Über den Autor

Bastian Hörbelt

Ungebundener Versicherungsmakler (§ 34d GewO) aus Köln, Marke Heerby Financial. Schwerpunkt Berufsunfähigkeit und Altersvorsorge - dem Kunden verpflichtet, nicht dem Produktgeber. Mehr über mich →

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